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Elektrochirurgie – FAQ

Worin unterscheiden sich die Hochfrequenzchirurgie (HF-Chirurgie) und die Kaustik?

Bei der HF-Chirurgie entsteht die Erwärmung (thermischer Effekt) durch den Stromfluss im Gewebe selbst (endogen). Bei der Kaustik erhitzt ein Instrument, z.B. ein Thermokauter, das Gewebe von außen (exogen).

Warum kommt es bei der HF-Chirurgie nicht zu neuromuskulären Reizungen?

Unter Einwirkung von elektrischem Strom können Nerven- und Muskelzellen stimuliert werden. Bei der HF-Chirurgie werden Wechselströme mit einer Frequenz über 200.000 Hz (200 kHz) eingesetzt (daher auch Hochfrequenzchirurgie). In diesem hohen Frequenzbereich wechselt die Fließrichtung so schnell zwischen Plus und Minus, dass der Stromfluss keine neuromuskuläre Reizung verursacht und damit auch keine Gefahr für die Patient:innen darstellen kann.

Welche Farbe symbolisiert in der Elektrochirurgie das Schneiden, welche die Koagulation?

Am Handgriff oder Fußschalter aktiviert der gelbe Schalter die schneidende und der blaue Schalter die koagulierende Stromform.
Diese farbliche Zuweisung ist international standardisiert.

Was ist der Unterschied zwischen monopolarer und bipolarer HF-Chirurgie?

Monopolar:
Bei der monopolaren HF-Chirurgie fließt der Strom von der aktiven Elektrode des Instruments durch die Patient:innen zur großflächigen Neutralelektrode und zurück zum Generator. Der Stromkreis ist damit geschlossen.
Bipolar:
Bei der bipolaren HF-Chirurgie sind zwei aktive Elektroden im Instrument integriert. Der Strom fließt nur im definierten Gewebebereich zwischen den beiden Elektroden. Eine Neutralelektrode ist somit nicht erforderlich.

Welcher Punkt gilt als Orientierung zur Wahl der Applikationsstelle der Neutralelektrode?

Das Herzniveau dient als Orientierung zur Wahl der Applikationsstelle. Die Neutralelektrode wird in Abhängigkeit vom Operationsfeld vorzugsweise am nächstgelegenen Oberarm oder Oberschenkel platziert, jedoch nicht näher als 20 cm zur Operationsstelle.
Der Weg des Stroms darf nicht über das Herz verlaufen!

OP-Region oberhalb des Herzens (z.B. Kopf, Hals):
Platzieren der Neutralelektrode am rechten oder linken Oberarm
OP-Region unterhalb des Herzens (z.B. Abdomen):
Platzieren der Neutralelektrode am rechten oder linken Oberschenkel

Warum sollten bei Elektrochirurgiegeräten mit Kontakt-Qualitäts-Überwachungsschaltung ausschließlich geteilte Neutralelektroden verwendet werden?

Die Widerstände zwischen beiden Kontaktstreifen der geteilten Neutralelektrode und der Haut der Patient:innen werden permanent gemessen. Vorteil: Alarmmeldung mit Stopp der Applikation bei Ablösung der Neutralelektrode während der OP minimiert Risiken wie z.B. Hautschädigungen durch Verbrennungen.

Elektrochirurgie – FAQ

Worin unterscheiden sich die Hochfrequenzchirurgie (HF-Chirurgie) und die Kaustik?

Bei der HF-Chirurgie entsteht die Erwärmung (thermischer Effekt) durch den Stromfluss im Gewebe selbst (endogen). Bei der Kaustik erhitzt ein Instrument, z.B. ein Thermokauter, das Gewebe von außen (exogen).

Warum kommt es bei der HF-Chirurgie nicht zu neuromuskulären Reizungen?

Unter Einwirkung von elektrischem Strom können Nerven- und Muskelzellen stimuliert werden. Bei der HF-Chirurgie werden Wechselströme mit einer Frequenz über 200.000 Hz (200 kHz) eingesetzt (daher auch Hochfrequenzchirurgie). In diesem hohen Frequenzbereich wechselt die Fließrichtung so schnell zwischen Plus und Minus, dass der Stromfluss keine neuromuskuläre Reizung verursacht und damit auch keine Gefahr für die Patient:innen darstellen kann.

Welche Farbe symbolisiert in der Elektrochirurgie das Schneiden, welche die Koagulation?

Am Handgriff oder Fußschalter aktiviert der gelbe Schalter die schneidende und der blaue Schalter die koagulierende Stromform. Diese farbliche Zuweisung ist international standardisiert.

Was ist der Unterschied zwischen monopolarer und bipolarer HF-Chirurgie?

Monopolar:
Bei der monopolaren HF-Chirurgie fließt der Strom von der aktiven Elektrode des Instruments durch die Patient:innen zur großflächigen Neutralelektrode und zurück zum Generator. Der Stromkreis ist damit geschlossen.
Bipolar:
Bei der bipolaren HF-Chirurgie sind zwei aktive Elektroden im Instrument integriert. Der Strom fließt nur im definierten Gewebebereich zwischen den beiden Elektroden. Eine Neutralelektrode ist somit nicht erforderlich.

Welcher Punkt gilt als Orientierung zur Wahl der Applikationsstelle der Neutralelektrode?

Das Herzniveau dient als Orientierung zur Wahl der Applikationsstelle. Die Neutralelektrode wird in Abhängigkeit vom Operationsfeld vorzugsweise am nächstgelegenen Oberarm oder Oberschenkel platziert, jedoch nicht näher als 20 cm zur Operationsstelle.
Der Weg des Stroms darf nicht über das Herz verlaufen!

OP-Region oberhalb des Herzens (z.B. Kopf, Hals):
Platzieren der Neutralelektrode am rechten oder linken Oberarm
OP-Region unterhalb des Herzens (z.B. Abdomen):
Platzieren der Neutralelektrode am rechten oder linken Oberschenkel

Warum sollten bei Elektrochirurgiegeräten mit Kontakt-Qualitäts-Überwachungsschaltung ausschließlich geteilte Neutralelektroden verwendet werden?

Die Widerstände zwischen beiden Kontaktstreifen der geteilten Neutralelektrode und der Haut der Patient:innen werden permanent gemessen. Vorteil: Alarmmeldung mit Stopp der Applikation bei Ablösung der Neutralelektrode während der OP minimiert Risiken wie z.B. Hautschädigungen durch Verbrennungen.